Zum Inhalt springen
Nachrichten

Mammutbäume im Mountain Home Demonstration State Forest: Kaliforniens stiller Wald

Person mit Karte steht im sonnendurchfluteten Redwood-Wald, umgeben von riesigen Bäumen und Farnen.
In diesem Artikel
  1. Ein stiller Riese: Wo der Mountain Home Demonstration State Forest aufatmet
  2. Warum es hier so ruhig ist – und gerade das den Reiz ausmacht
  3. Verborgene Mammutbäume: Genesis, Hercules und weitere Riesen

Während sich im berühmten Sequoia-Nationalpark die Autos aneinanderreihen und Selfie-Sticks die Sicht versperren, liegt ein anderer Wald mit ebenso eindrucksvollen Mammutbäumen beinahe unbemerkt daneben: der Mountain Home Demonstration State Forest in der südlichen Sierra Nevada. Wer kurvige Bergstraßen und etwas Abgeschiedenheit in Kauf nimmt, entdeckt hier Kaliforniens Baumwunder in einer Umgebung, die mehr an eine Naturdokumentation als an einen Freizeitpark erinnert.

Ein stiller Riese: Wo der Mountain Home Demonstration State Forest aufatmet

Der Mountain Home Demonstration State Forest, kurz MHDSF, erstreckt sich über rund 2.000 Hektar und liegt auf einer Höhe zwischen 1.460 und gut 2.300 Metern. Die kalifornische Forstbehörde CAL FIRE betreut das Gebiet, das sowohl der Erforschung nachhaltiger Forstwirtschaft dient als auch Besucherinnen und Besuchern einen ruhigen Rückzugsort bietet.

Hier wachsen mehr als 4.500 der ältesten und größten Mammutbäume der Region. Manche sind über 2.000 Jahre alt, erreichen Höhen von bis zu 73 Metern und weisen einen Stammdurchmesser von mehr als 8 Metern auf. Zahlreiche dieser Riesen überlebten den verheerenden Waldbrand von 2020, der rund 40 Prozent der Fläche erfasste.

„Auch nach schweren Bränden bietet der Wald uralten Baumriesen und ruhesuchenden Menschen Zuflucht.“

Im Anschluss an das Feuer begann ein umfangreiches Aufforstungsprogramm. Die Giant Sequoia Lands Coalition ließ mehr als 200.000 Setzlinge setzen, darunter rund 25.000 junge Mammutbäume. Heute begegnet man bei einem Spaziergang einer ungewöhnlichen Mischung aus verkohlten Stämmen, gesunden alten Riesen und frischem, leuchtend grünem Nachwuchs.

Warum es hier so ruhig ist – und gerade das den Reiz ausmacht

Offizielle Besucherzahlen gibt es nicht, was bereits ein Hinweis auf die Abgeschiedenheit des Waldes ist: Er lässt sich nur über schmale, kurvenreiche Bergstraßen erreichen. Wer am Steuer rasch nervös wird, kehrt häufig schon vorher um. Das trägt zur besonderen Atmosphäre bei – selbst während der Ferien bleibt es ruhig.

Anstelle von Souvenirläden an jeder Ecke findet man hier vor allem eines: Wald. Dazwischen eröffnen sich ganz konkrete Einblicke in die Geschichte, Nutzung und Kultur der Region, von archäologischen Fundstellen bis zu Überresten früherer Sägewerke.

Verborgene Mammutbäume: Genesis, Hercules und weitere Riesen

Wie in den bekannten Nationalparks haben auch hier einige der größten Bäume eigene Namen. Sie stehen verstreut im Staatswald, teilweise bis in den angrenzenden Balch Park und das Giant Sequoia National Monument hinein.

  • Genesis Tree: Er gilt als 27.-größter Baum der Welt und überlebte den Brand von 2020, verlor dabei allerdings etwas an Masse.
  • Summit Road, Euclid und Adam

Neueste Artikel

Magdalena Leitner

Magdalena Leitner ist Expertin für regionale Landwirtschaft und ländliche Gastkultur in Österreich. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte und Entwicklung des Zettler Hofs sowie mit regionalen Produkten und bäuerlichen Traditionen.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen