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Ade, Photinia: Dieses bunte Pflegewunder wird ab 2026 die Hecken in unseren Gärten übernehmen

Zwei Personen prüfen gemeinsam bunte Gartensträucher neben einer Hauswand bei Tageslicht.
In diesem Artikel
  1. Warum die Photinia-Hecke zum Problemfall wird
  2. Wie sich die Entomosporiose an Photinia zeigt
  3. Welche Folgen der Blattverlust für die Hecke hat

Wer in den vergangenen Jahren durch ein Neubaugebiet gegangen ist, kennt den Anblick: rote Photinia-Hecken, akkurat gerade geschnitten und als lebender Sichtschutz gepflanzt. Doch Pilzkrankheiten setzen dieser verbreiteten Lösung inzwischen so stark zu, dass Gartenprofis schon für das Frühjahr 2026 einen regelrechten Austauschboom erwarten. Ein anderer Strauch steht bereits bereit: bunt, widerstandsfähig und überraschend pflegeleicht.

Warum die Photinia-Hecke zum Problemfall wird

Photinia, häufig in der Sorte ‘Red Robin’, galt lange als idealer Ersatz für Thuja: Sie ist immergrün, wächst rasch und treibt im Frühjahr auffallend rot aus. In zahllosen Vorgärten löste sie die älteren Nadelhecken ab, die wegen Pilzbefalls und ökologischer Kritik zuvor in Verruf geraten waren.

Nun erlebt die Gartenbranche ein ähnliches Déjà-vu. In vielen Gegenden Mitteleuropas haben sich die Bedingungen in den vergangenen Jahren spürbar gewandelt: Die Winter sind milder, feuchte Frühjahrsperioden dauern länger und echte Frostphasen werden seltener. Das begünstigt einen Pilz, der Photinia gezielt schwächt: Entomosporium maculatum, den Erreger der sogenannten Entomosporiose.

Wie sich die Entomosporiose an Photinia zeigt

Anfangs fällt die Krankheit kaum auf. Kleine rote Punkte bilden sich auf den Blättern und werden rasch braun. Aus den Flecken entstehen Löcher im Blattgewebe, die Photosynthese geht stark zurück, das Laub vergilbt und fällt zu früh ab. Was im ersten Jahr noch nach „ein bisschen Stress“ aussieht, kann in milden Wintern zu dramatischen Verlusten führen.

Während einer einzigen feucht-milden Saison können Photinia-Hecken 15 bis 30 Prozent ihrer Blattmasse verlieren – optisch gleichen sie diesen Verlust kaum wieder aus.

Welche Folgen der Blattverlust für die Hecke hat

Für Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer ist die Veränderung unmittelbar sichtbar: Die einst dichte rote Wand erscheint auf einmal löchrig, ganze Bereiche verkahlen und die Triebe werden lang und kahl; nur an ihren Spitzen bleibt etwas Laub. Wer eine solche Hecke wieder dichter bekommen möchte, gerät rasch in eine Spirale aus:

  • häufigem Rückschnitt, um den Austrieb neuer Triebe anzuregen

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Magdalena Leitner

Magdalena Leitner ist Expertin für regionale Landwirtschaft und ländliche Gastkultur in Österreich. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte und Entwicklung des Zettler Hofs sowie mit regionalen Produkten und bäuerlichen Traditionen.

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